———
—,—
236
mit zerknirſchender Reue bekenne ich es— dieſer krank⸗ hafte Zuſtand, dieſes Zeichen— o, erlaß mir alle ferneren Erklärungen— ich habe für mein leichtſin⸗ niges Handeln genug gebüßt! Qual und Angſt von Außen, Gewiſſensbiſſe im Innern,— ich habe es durch Jahre empfunden, der Himmel möge keine fernere Strafe über mein Haupt verhängen!
Ei was, Frau Eleonore!— ſprach jetzt Kunz von der Roſen,— was wollt Ihr jetzt, da der Himmel das Gute ſendet, des Böſen gedenken, ver⸗ geßt die Vergangenheit und genießt die Gegenwart; dieſe aber iſt freudig; d'rum freuet Euch vom Herzen! Ihr habt einen ſchlechten Gatten verloren, dafür einen guten Sohn und eine gute Schweſter wiedergefunden! freuet Euch, ich will mich mit Euch freuen, ſo lang ich lebe, ich will den heutigen Tag als den luſtigſten betrachten, und wenn ich auch bei der ganzen Sache nichts Anderes gethan habe, ſo will ich doch, wie Herr Kajetan Zwickler vor dem Schottenthore, einen unbändigen Lärm ſchlagen: Es lebe vor Allem unſer guter Kaiſer! dann die Freifrau von Naßen⸗ fuß! es lebe Klaudia von Ehlingen! der iunge Freiherr von Irch! Fräulein Regina von Auers⸗ berg, ſeine Braut! und Kajetan Zwickler, der kaiſerliche Schankherr in der Kärnthnerſtraße.
—————


