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der Mutter; er wollte weinen und vermochte es nicht; er ſtöhnte, ein unendlicher Schmerz zog durch ſeinen Buſen; allein nicht ungeſtört ſollte die erſte Freude nach einem langen Wiederſehen ſein, denn Duna rief jetzt: Eleonore! kennſt Du Deine Schweſter nicht mehr?
Klaudia! Du? iſt es möglich? ſo viel Freude auf einmal!
Ihr meine Muhme? jubelte Siegfried, um⸗ faßte die Frauen, und alle Drei hielten ſich im wah⸗ ren Sinne des Wortes umſchlungen; Keines ſprach, Keines regte ſich, die Freude hatte ſie verſteinert.
Kunz von der Roſen hatte ſich mit innigem Gefühle an der ergreifenden Stene geweidet, jetzt be⸗ merkte er, daß Siegfried immer mehr erblaſſe; er
ilte auf ihn zu und unterſtützte ihn. Eleonore
leitete ihn auf eine Polſterbank. So wie jede beſon⸗ dere Aufregung, hatte ihn auch die ungeheuere Freude ergriffen. Er bebte zuſammen, die Blicke rollten, die Zähne knirſchten, das fahle Gelb nahm die Stelle der Bläße ein, jene Bleifarbe trat hervor, dann begann ſich die Glühröthe über die Stirne zu legen. Die Freifrau ſtürzte zu ſeinen Füßen, umfaßte den bebenden Körper, drückte den mütterlichen Kuß auf die glühende Stirne und rief: Ja, Du biſt mein Kind! mein un⸗
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