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unerlaubter Künſte angeklagt, habt ihn als einen Verworfenen erklärt, und ihn ſelbſt vor Unſeren Au⸗ gen der Lüge und des Betruges geziehen, während er allein Unſer Retter vor jenem Schlangengezücht war, das Wir, dem Himmel ſei's gedankt, zertreten haben; Er verrichtete die That, und Ihr wolltet den Lohn ärnten. Wir gönnen Euch eine Friſt von drei Mon⸗ den, binnen welchen Ihr ſammt Eurem beweglichen Hab und Gut Unſere Lande verlaſſen haben müßt. Wir werden bis dahin Sorge tragen, daß jenes Band, welches ein hülfloſes Weib an Eure Seite kettete, ge⸗ lös't, und Euer unbeweglich Gut für Euren Sohn verwaltet werde. Flieht Unſer Antlitz und all' Diejeni⸗ gen, an denen Ihr ſo unmenſchlich gehandelt habt. Wir überlaſſen Euch als Strafe der Pein Eures bö⸗ ſen Gewiſſens und der unſtäten Flucht eines Men⸗ ſchen ohne Vaterland.
Franz von Naßenfuß floh zerknirſcht aus dem Gemache des Kaiſers.— Nun wandte ſich dieſer zu Siegfried: Erhebe Dich, mein Sohn! Du haſt viel gelitten und geduldet, Du haſt Dich um Unſere Perſon verdient gemacht, Wir haben Dich verkannt, und der Züchtigung des Henkers Preis ge⸗ geben; Wir wollen Dich Alles vergeſſen laſſen, ſelbſt was die Natur an Dir verſchuldet; jenes unſelige Zeichen, wiewohl Wir's nicht Ferlöſchen können, ſo
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