Teil eines Werkes 
3. Bd. (1848)
Entstehung
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ſchönen, großen Empfindungen, deren der Menſch nur fähig iſt, hauſen ſollen. Nur dort, wo das Herz eine Brandſtätte der verzehrenden Leidenſchaften geworden, dort kehren finſtere Gäſte ein; dort findeſt Du Hohn, Haß und Rache wohnen, dort findeſt Du die immer mahnenden, nie ruhenden Gäſte, die immer wachen Peiniger und Quäler, und ſo ſieht es in meinem Herzen aus. Aber Du biſt jung, ſollſt erſt eine Mutter, ein Vaterhaus finden, Du ſollſt erſt zu leben beginnen; Du ſollſt Dir erſt erwerben, was Du zu beſitzen wünſcheſt, und dazu gehört Lebensmuth, Vertrauen auf ſich ſelbſt; Beides aber geht verloren, wenn man ſich in zwecklo⸗ ſer Sehnſucht abhärmt, wenn man weibiſch nur an den ſüſſen Stunden der Vergangenheit hängt, die Seufzer zählt, die man in der letzten Liebesſtunde ausgehaucht, der Worte denkt, die der ſüſſe Mund zuletzt noch ge⸗ liſpelt, vielleicht das Fleckchen küßt, wohin die Thrä⸗

nen der Geliebten gefallen. Siegfried, komme zu

Dir ſelbſt, gieb Dich der verzehrenden Leidenſchaft nicht hin, behalte das Bild der Geliebten im Herzen ver⸗ gieß jedoch nicht, daß Du in demſelben auch Raum für eine Mutter laſſen mußt.

Ach, meine Mutter! ſeufzte der Jüngling, werde ich ſie je wieder ſehen?

Du wirſt ſie ſehen! tröſtete Duna; wenn es mir auch jetzt nicht gelungen, die Spur Deines böſen Stief⸗

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