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Ich werde bald wieder eine kleine Reiſe nach Lai⸗ bach unternehmen—
Nach Laibach?— fiel Siegfried ein; o, wenn ich mitgehen dürfte!
Es hieße Dich muthwillig in die Gefahr bege⸗ ben; was haſt Du auch in der Stadt zu ſuchen? Dein Diener Zwickler iſt verſchollen; ſeit jenem, für Dich ſo unglücklichen Tage hat man von ihm nichts wieder gehört. Meiſter Schnitzenbaum und Ur⸗ ſula ſind auch fort, der Landeshauptmann und ſeine Tochter befinden ſich in Wien.—
Wer weiß! ſprach der Jüngling raſch, und man ſah, daß er auf das hoffte, was er ſprach; wer weiß, ob ſie nicht ſchon zurückgekehrt ſind.—
Das ſind ſie gewiß noch nicht,— lautete die Ant⸗ wort; der Graf bringt jeden Winter in der Kaiſerſtadt zu, und hat ſein Kind dießmal mitgenommen; ja, ich habe ſogar reden hören, daß ſie vor Jahresfriſt nicht zurückkehren würden, da wichtige Ereigniſſe, verbun⸗ den mit außerordentlichen Feſtlichkeiten, für Wien im Anzuge ſind. Doch, lieber Siegfried, Du mußt Dich von den Gedanken an Einen Gegenſtand nie ſo kinreiſſen laſſen, daß Dir für den anderen nichts übrig bleibt; das Herz iſt kein kleines Wohnſtübchen, in dem ſich nur Ein Gefühl breit und bequem machen ſoll, nein— es iſt ein Wohnhaus, in dem alle edlen,


