Teil eines Werkes 
3. Bd. (1848)
Entstehung
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ten ſie ihr Lebelang in Oſterberg zugebracht.

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Jüngling ab und bezog mit ihm den einſamen Auf⸗ enthalt. Das Seelenleiden Siegfrieds ließ ſeine Wangen viel bläſſer erſcheinen, als früher; er bedurfte wirklich Duna's liebreiche Pflege und der freien ge⸗ ſunden Bergluft jener Gegend, um ſich nur in Etwas zu erholen. Duna erſchien im häuslichen Kreiſe als eine ehrwürdige Matrone, von welcher jede Spur ienes geiſterhaften Seherweſens verſchwunden war; aber Ernſt, ein kalter Ernſt thronte noch immer auf ihrem Antlitze, und aus dem dunklen Auge zuckte noch immer jener unheimliche Strahl, welcher ſie einſt ſo furchtbar gemacht hatte. Siegfried brachte ſeine meiſte Zeit in ihrer alleinigen Geſellſchaft zu, Beide galten im Dorfe allgemein für Mutter und Sohn, und ein Mädchen aus dem nachbarlichen Hauſe, wel- ches gemiethet war, die häuslichen Bedürfniſſe herbei⸗ zuſchaffen, und ihren kleinen Haushalt zu verſehen,

konnte ſich im Loben der alten Frau nicht genug er⸗

ſchöpfen. Um noch weniger aufzufallen, war Duna

ſo vorſichtig, ihre, als auch Siegfrieds Gewänder

ſo zu wählen, wie ſie die vermöglicheren Gewerbs⸗

leute in den kleinern Städten Krains dazumal tru⸗

gen; in den erſten paar Tagen wurde zwar hin und

wieder im Dorfe von ihnen geſprochen, allein bald achtete man ihrer nicht mehr, und es war ſo, als hãt⸗