Teil eines Werkes 
3. Bd. (1848)
Entstehung
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rinn des Cirknitzer Bodens viel ſeltne Kräuter er⸗ halten, deren er oft bedurfte, daher that er auch dem Jünglinge kein Weh, ſondern hielt ihn verborgen bei ſich, bis Duna ihn wieder zu holen kam. Der Dienſt, für den ſie Siegfried beſtimmt hatte, den hatte er ihr geleiſtet; Emilian, der Gegenſtand ihrer noch nicht ganz geſättigten Rache, ſaß gefangen in den Trantſchen zu Laibach; aber ſie war weit entfernt

davon, den armen Jüngling jetzt zu verlaſſen, ſie

wollte nur noch das Ende Emilians abwarten, und dann ihm die Seinigen ſuchen helfen. Hiezu war aber unumgänglich nothwendig, daß ſie in Lai⸗ bach ſelbſt, oder in deſſen Nähe verblieb. Da ſie Siegfried ſo lange im verpönten Henkergehöfte nicht laſſen wollte und zu befürchten ſtand, daß er ſich in der Stadt nicht verborgen genug aufhalten könnte, ſo warf ſie einen Blick auf die Umgebung derſelben und wählte das abgelegene, anderthalb Mei⸗ len entfernte Oſterberg. Sie fand im Dorfe eine kleine Hütte, welche zu einem großen Bauerngehöfte gehörte, im Winter jedoch immer unbewohnt blieb, weil ſich die Landleute da immer enger an einander ſchließen, um einen kleineren Holzbedarf zu erzwecken; dieſe Hütte miethete ſie, und ließ dieſelbe für ſich und Siegfried wohnbar herrichten. Als ſie damit zu Stande gekommen war, holte ſie eines Abends den