15 Alles war vergebens, er iſt verſchollen und vergeſſen; ſelbſt der, welcher ihn verſchlungen, verliert ſich in's Meer der Ewigkeit.
Auf dem Punkte, wo dem Saveſtrom die erwähn⸗ ten drei Flüſſe, Laibach, Feiſtritz und Feſtnitz zufließen, führen wir unſere Leſer, denn dort ſteht Oſterberg, der Ort unſerer Handlung. Zwiſchen der Feſtnitz und der Laibach erhebt ſich ein hügeliges Stück Boden mit einer nicht unfreundlichen Anhöhe, auf welcher Schloß Oſterberg lagert; am Fuße der Anhöhe, die gleichſam eine Spitze bildet, fließen die erwähnten Waſſer zuſammen und vereinigen ſich mit der Feiſtritz und Save, welche aus Oberkrain herab⸗ ſtrömen. Das Schloß wurde ſchon im Jahre 1015 erbaut; nachdem es aber an die Gallenberger über⸗ gegangen, ließ einer von dieſen Edelherren*) gegen⸗ über dem Schloſſe, jenſeits der Save, das Schloß Luſtthal erbauen, welches er auch bezog, mithin Oſterberg in Verfall kam, ſo zwar, daß es ſchon in der Zeit unſerer Geſchichte nicht mehr bewohnt, als ein baufälliges, verlaſſenes Gebäude ſich darſtellte; dagegen ſtand am Saveufer, längs der Anhöhe, ein hübſches Dörfchen, welches den gleichen Namen des Schloſſes führte, und auch von dem gegenüberliegen⸗
* Alexander von Gallenberg.


