dem Manne ſich Hinderniſſe entgegenſtemmen, ſo wie ihn oft das Geſchick in die Enge treibt; ſo wird auch bald dieſer Fluß von Bergen wieder eingeſchloſſen, wel⸗ che ſeinen Lauf ſchmälern und verengern; ſein Bett iſt kein ebener Boden mehr, ſondern von Felſen und Klip⸗ pen geſchlichtet, er ſelbſt iſt nicht mehr der duldende Knabe, er iſt ein Mann geworden, der ob des Joches ergrimmt, ſich in demſelben ſtemmt und bäumt, der hüpft, taumelt und ſpringt, der ſich in Waſſerfällen hinabſtürzt, mit Gewalt durchreißt und ſich Bahn bricht. Als mißachteten ſie dieſes ausgelaſſene Toben, ſchütteln zuweilen die greiſen Berge den Schnee ihrer Scheitel hinab, als ſolle der weiße Kriſtalldamm den Unbändigen zähmen; aber er, wie raſend durchwühlt er den mächtigen Schneeberg, und jagt jetzt eben ſo wie früher, von dem Kampfe nur abgekühlt, ſeine Bahn durch; ſie iſt noch lang, führt ihn in das Croa⸗ tenland, die Militärgrenze, und ſtürzt endlich bei Belgrad in die mächtigere Donau: ſo endet auch der Mann, wenn er endlich alle Hinderniſſe über⸗ wunden, wenn er ſich dem Schiffs frohnn des Schick⸗ ſals gefügt, wenn er endlich eine ſorgloſe, bequeme Bahn ſich errungen, in dem kräftigſten Alter! Der Tod verſchlingt ihn, die Wellen der Zeit rollen über ihn hinweg, ſein Weſen, ſein Nahme werden vergeſſen, es iſt ſo, als ob er gar nicht da geweſen wäre. Alles—
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