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können dieß um ſo eher thun, da ſie jene unſeres Helden ſo oft durchkreuzt.
Die Save, Krain's Hauptſtrom, entſpringt aus den Karniſchen Alpen, und Gebirge mit greiſem Schei⸗ tel ſind die Väter des ungezogenen, oft unzubändigen⸗ den Kindes. In Oberkrain ergießt ſie ſich zuerſt in merklicher Größe und quillt, von Bergen eingeſchloſ. ſen, gleichſam ihre Kindheit durchjagend, dahin. Bei Krainburg öffnet ſich einerſeits das Gebirge und der Strom, erſtärkt und größer, nicht mehr ſo einge⸗ ſchränkt, ſchießt luſtig hinab, wie der Jüngling in den ſchönſten, aber immer noch ruhigen Jahren. Nun aber fließen die Waſſer, wie Leidenſchaften in der Seele des Menſchen, von allen Seiten herbei; kaum andert⸗ halb Meilen von Laibach, zwiſchen Oſterburg und Luſtthal, ſtrömen ihr die Laibach, Feiſtritz und Feſtnitz zu, ſie fühlt ihre Macht wachſen, ihre Ge⸗ walt zunehmen, reißt ſich aus den beengenden Bergen, und wogt die fruchtreiche Ebene hinab; unruhig, aber raſch; ſtark, aber nicht bösartig; ungeduldig, aber ent⸗ ſchloſſen, faſt das Bild eines liebenden Jünglings. Aber, um unſer Gleichniß weiter auszudehnen: ſo wie


