Teil eines Werkes 
3. Bd. (1848)
Entstehung
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forſchen; ihr Vortheil erheiſchte es, daß ſie Schutz bei einem Manne fand; ihrem Vorhaben war wieder die herumziehende Lebensweiſe Petruchio's günſtig, denn ſein Handwerk leuchtete ihr, beim erſten Blick auf ſeine Umgebung, ein; ſie beſchloß daher, ſich ihm in der That anzuſchließen und ſprach: Petruchio! ob ich eine Neigung zu Dir fühle oder nicht, Dir wird und kann es gleich viel gelten; daß ich mit Dir ziehen wolle, iſt wohl wahr, weil ich für den Augen⸗ blick ohne Schutz, ohne Mittel bin, aber wenn ich mich dann wirklich entſchließe, ſo ſoll es nicht unbe⸗ dingt geſchehen; doch vor Allem ſage mir, wo gedenkſt Du hin?

Wohin? in's ganze Land, bald hier, bald dort; heute Nacht in einer Mühle, morgen in der Meierei, hier im Dorf, dort im Schloß; ſind wir ſolcher Weile mit dem Kraineranlde fertig, ſo geht es in die Steiermark und ſo fort, bis wir ein hübſches Sümm⸗ chen erworben haben, um im Alter vom Schweiß der Jugend zehren zu können.

Paolo, dem der Vortheil auch einleuchtete, wenn das Mädchen mitzog, begann: Ihr werdet fin⸗ den, ſchönes Kind, daß unſere Lebensweiſe der An⸗ nehmlichkeiten mehr hat, als Ihr vielleicht ſelbſt ver⸗ muthen werdet.

Unſere Thiere mit ihren Kunſtſtücken, Petruchio's