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Aufrichtigkeit, nur daß er Duna's Einwirken ganz verſchwieg. Emilian's Auge war während des ganzen Vortrages lauernd auf dem Antlitze des Jüng⸗ lings haften geblieben; er that auch manche Zwiſchen⸗ fragen, ließ ſich ſchon Gehörtes noch einmal wieder⸗ holen, war auf jedes Wort, jeden Ton aufmerkſam; jetzt hatte Siegfried geendet. Der Freigraf blinzelte mit den Augen, rieb ſich die Hände, lächelte grinſend, und neigte einige Male das Haupt; er ſchien zufrieden geſtellt. Deine Leiden, deine Jugend, mein Sohn! rühren mich; du biſt in einer harten Schule herange⸗ wachſen, und wenn es mir möglich wird, ſo will ich dich mit den Menſchen, die ſo viel an dich verſchul⸗ deten, zu verſöhnen ſuchen. Aber zur Aufnahme in unſere Mitte biſt du noch viel zu jung, denn dreißig Lebensjahre machten dich erſt fähig hiezu, und bis du dieſes Alter erreichſt, müßteſt du unter ſtrenger Auf⸗ ſicht in dieſer Veſte verbleiben, und dürfteſt ſie nicht verlaſſen; denke nur, mein Kind! deine ſchönſten Lebens⸗ jahre, zwiſchen Felſenwänden eingezwängt, ich müßte herzlos ſein, wollte ich dich hiezu verdammen. Drum habe ich mit dir Anderes im Sinne: du ſollſt nicht des Bundes Diener, du ſollſt— er ſah lauernd um ſich— du ſollſt der Meinige, du ſollſt mein Vertrauter, und wenn deine Treue ſich bewährt, ſo ſollſt du mein Sohn werden!— Er ſchwieg. Dieſen Tönen, welche aus


