30 wurde jetzt auch auf ſeine äußere Umgebung aufmerkſam. Er ſah ſich in einem kleinen Gemache, ihm gegenüber befanden ſich Thür und Fenſter, Letzteres war vergittert; er erhob ſich und eilte hin, um durch dasſelbe zu ſchauen. Es ging über einen ſchmalen Gang in den Hof hinab, links ſah er das ſchwarze Kreuz, an welchem er den Todesſtreich empfangen ſollte! Er begab ſich zurück auf ſein Lager, Ruhe that dem Erſchöpften wohl, und die konnte er hier finden, denn Grabesſtille herrſchte in dem Gemache, kein Laut ſtörte ſie. Nach einem ge⸗ naueren Umherblicken fand er die Einrichtung bequem und reinlich, eine Polſterbank, Tapetenwände, Schränke, Stühle und ein Tiſch mit Speiſe und Trank beladen, waren wohl geordnet und nach Geſchmack geſtellt. So wäre ich alſo hier— begann er ein Selbſtgeſpräch, welches mehr in Gedanken, als in Lauten geführt wurde, — vor äußeren Feinden wohl geborgen, jenen Gefahren entkommen, und neuen, tauſendfach größeren ausgeſetzt. Ob dieſer Pfad mich wohl zum Glücke führen wird, oder ob ich hier meinen Untergang finden werde? Der Himmel mag es leiten, ich will auf Alles gefaßt ſein! Duna's Rathſchläge brachten mich hieher; allein, war⸗ um verhehlt ſie es mir was ich hier oll? Ich ſolle trachten, mich hier heimiſch und beliebt zu machen, und Sie werde zur rechten Zeit erſcheinen; wohlan! ich bin dem Looſe freiwillig entgegen gegangen, und will es
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