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29 genblicke gönnſt du ihm noch zum Leben? Ich will es deiner Großmuth überlaſſen.
Ich glaube, mit Fünfzehn kann er zufrieden ſein! entgegnete der Henker, und begann laut zu zählen. Siegfried blieb ſtarr ſtehen, er rührte kein Glied, keine Fieber bewegte ſich in ſeinem Körper. Er ſah faſt
gedankenlos in die Luft, denn er glaubte Ro ſin a's
Bild, ihm Muth einflößend, zu gewahren.— Zehn! Eilf! Zwölf! hörte er den Henker ſchon zählen, er blieb
feſt, noch zwei Augenblicke, und er hatte aufgehört zu ſein, und ſein Leiden war zu Ende, noch einen— Herr, Dir empfehle ich meinen Geiſt! ſprach er bei ſich
ohne eine Lippe zu bewegen, jetzt war die Friſt ver⸗ floſſen, der Henker ſchwang das Beil, es ſauſte durch die Luft, er ſtand feſt— jetzt berührte das Eiſen ſeinen Nacken, und— er ſank zuſammen.
Siegfried fand ſich entkleidet auf einem Lager wieder. War es Täuſchung oder Wirklichkeit? lebte er noch, oder befand er ſich bereits in einer anderen, in einer beſſeren Welt? Er blickte um ſich, er faßte an ſein Haupt, es ſaß noch auf dem Scheitel, der Streich hatte ihn alſo nicht getödtet? welches Wunder! er hatte ja noch das Beil über ſich ſauſen gehört; er


