Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
Entstehung
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Wos iſt dir von uns bekannt? Nichts! erwiederte Siegfried ich kenne Eure Geheimniße nicht, aber ſo viel hoffe ich von Euch, daß Ihr einem Unſchuldigen, welcher aus un⸗ bekannten Gründen bis auf den Tod verfolgt wird, der verſtoſſen und verworfen, noch keine bleibende Stätte im Leben gefunden, der überall fliehen muß, nirgends gelitten wird, und niemals Ruh' noch Raſt gehabt, daß Ihr einem ſo Mißhandelten, den man mit Hunden aus der menſchlichen Geſellſchaft gehetzt, eine Zufluchtsſtätte nicht verſagen werdet!

Du ſollſt dich nicht geirrt haben, du ſollſt eine Zufluchtsſtätte erhalten! Langſam und bedächtig wandte er ſich hernach zu dem wachehaltenden Krieger: Führe den Gefangenen zum ſchwarzen Kreuz, ich folge nach. Er ſchlich mühſam in den Hof hinab, wo die Beiden ſchon Seiner harrten. Darauf zog er eine kleine Pfeife aus der Taſche, ein gellender Pfiff erſcholl, aus dem linken Gebäude ſtürzte ein rieſiger Mann in rothen Gewändern, mit langem Barte und wirren Haaren hervor, in ſeiner Rechten ſchwang er ein Beil. Es war der Henker!

Mein treuer Paul wandte ſich der Freigraf zu dem Fürchterlichen dieſes junge Blut will bei uns eine Freiſtälte haben, gewähre ſie ihm! Wie viele Au⸗