Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
Entstehung
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Freigrafen gegenüber, die verhüllende Binde fiel vom Amtlitze, es war Siegfried.

Der erſte Blick Emilians auf den Ankömm⸗ ling war keiner ſicheren Deutung fähig; ein ſtarres Anſchauen, dem augenblicklich ein Blinzeln folgte, welches ein Fremder für Schwäche der Sehnerven hätte halten müſſen, und dann ein lauerndes Umſich⸗ ſehen, ſo wie es dem Tiger eigen iſt, wenn er nach Beute ſpäht, bildeten Siegfrie d's Empfang. Dieſer blickte ihn feſt an und ſtand unerſchüttert. Wie heißeſt du, mein Sohn? begann der Freigraf mit dem Tone herablaſſender Milde, und der Jüngling erwiederte kurz: Siegfried!

Aus welcher Familie?

Ich kenne ſie nicht, denn es kümmerte ſich Nie⸗ mand um mich!

Verſtoſſen alſo, wie es ſcheint?

Ja, kurz nach meiner Geburt.

Und warum, mein Sohn?

Darüber gaben mir meine Pflegeeltern niemals Auskunft.

Biſt du ein Verbrecher?

Nein!

Und warum drängſt du dich hieher, wozu forſch⸗ teſt du nach unſerem Aufenthalte?

Ich will Einer der Euren werden!