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Antlitz des Kriegsmannes, von Backen, Schnauz⸗ und Knebelbart verwildert, durch eine Schramme verun⸗ ſtaltet, war zur ſcheußlichen Fratze entſtellt. Die Kälte war, trotz dem daß der Wind hier keinen Durchzug geſtattete, doch empfindlich genug, um den Wachehaltenden zum Auf⸗ und Abſchreiten zu bewegen. Jetzt erdröhnten am Thore drei Schläge, der Krieger horchte auf; in einer Weile— er hatte eben zehn gezählt— wurde wieder, doch nur zweimal gepocht, und nachdem er abermals fünf gezählt, geſchah nur ein Schlag.
Es ſind die Unſeren, brummte er in den Bart, und zog an einem Ringe in der Seitenwand; im großen Hofe drüben ertönte eine Glocke, und gleich darauf kamen drei eben ſo gekleidete und bewaffnet Männer, von einem Vierten angeführt, welcher, mit einem Bund Schlüſſeln verſehen, das Amt eines Ka⸗ ſtellans in der Veſte begleitete.
Er zog ein Pfeiſchen aus der Taſche und gab ein Zeichen ſeiner Anweſenheit, worauf dieſes von Außen erwiedert wurde.
Jetzt klirrten die Schlößer, die Riegel gingen auf, und die kleinere Pforte bewegte ſich knarrend in den Angeln. Zwei Männer, in der gewöhnlichen Kleidung der dortigen Landleute traten mit einem Dritten ein, deſſen Augen verbunden waren, und der am ganzen


