Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
Entstehung
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gleichſam ſeinen Höhepunkt erreicht; die türkiſchen Einfälle, und Kaiſer Maximilians venetianiſche Kriege verſchafften ihm in Krain eine große Wirkſamkeit, allein von da an begann er, wahrſcheinlich der Wahr⸗ loſigkeit der Freigrafen zu Folge, immer mehr zu ſin⸗ ken, ſeine Kraft wurde immer kleiner, ſeine Thätigkeit ſchrumpfte zuſammen; hundert fünfzig Jahre ſpäter waren die einzelnen Grafſchaften zu ganz gemeinen Schlupfwinkeln herabgeſunken, welche nur ſtellenweiſe durch ein ſchwaches Band in Verbindung ſtanden, und gemeine Diebe und Spitzbuben beherbergten, die durch Räubereien und Gaunereien die Sicherheit und das Eigenthumsrecht gefährdeten, unter dem urſprüng⸗ lichen Namen des Bundes fortwucherten, und ſich noch immerdie Prudenten nannten.

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Innerhalb des großen Thores wandelte eine Schildwache auf und ab, ſie war kriegeriſch, doch ganz ſchwarz gekleidet. Hohe Stiefel von braunem Leder, ein Beinkleid und Wamms, Letzteres um die Mitte durch einen Gürtel feſtgehalten, ein Hut mit breiter Krempe und einer einzigen rothen Feder auf demſelben, waren ſeine Kleidung; ein Schwert an der Seite und eine Partiſane in der Hand, bildeten ſeine Waffe. Das