meiner Gefangenſchaft, war vor Jahren erkrankt und ge⸗ ſtorben, meine Verwandten hatten das Erbe an ſich ge⸗ zogen, und um dies nach Willkühr behandeln zu können, verſtießen ſie meinen Sohn, gaben ihn an arme Leute, die ihm nie ſeinen Namen und Stand entdecken durften, wofür ihnen jährlich ein kleines Sümmchen ward.
Und habt Ihr jetzt bei Eurer Heimkehr nichts von ihm erfahren können? fragte Herr Katzianer.
Wohl gelang es mirz; ich belangte die Unmenſchen, und ſie mußten mir mein Eigenthum zurückſtellen, und da ihnen nun der Burſche nicht mehr im Wege ſtand, entdeckten ſie mir ſeinen Aufenthalt. Ich reiſte ſchnell hin, fand wohl die Leute, allein eine neue Trauerkunde ward mir: mein Sohn warentflohen!— Niemand wußte mir die Urſache ſeiner Flucht anzugeben, in ganz Lands⸗ berg war Niemand im Stande, mir den Aufenthalt von meinem Siegfried anzugeben.
Der Greis hatte die letzten Worte ſchärfer betont; Maria taumelte auf; Landsberg? Siegfried? ſchrie ſie mit einer Stimme, welche das trägſte Blut er⸗ ſchüttern mußte— heiliger Himmel! Vater!— hier bin ich, den du ſuchſt— ich bin dein Sohn, bin dein Kind — und ſchwankend, bewußtlos, wie von einem fieberi⸗ ſchen Zuſtande bewegt, taumelte der verkappte Jüngling gegen den Greis. Die ganze Geſellſchaft, den Trug nicht
ahnend, hatte ſich, von dem Auftritt erſchüttert, von ih⸗
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