hierüber erboſt, begann er zu ſchelten und ſchimpfen, und zwar ſo lange, bis ſich einige Diener über ihn machten, um ihn mit Gewalt zu entfernen, was ſolchen Rumor verur⸗ ſachte. Dieſe Kunde wurde auf Befragen des Schloßherrn von einem Diener ertheilt. Der Graf befahl den Schul⸗ digen vorzuführen. Aller Augen waren dem Manne zu⸗ gekehrt, als er erſchien, und aller Herzen ſprachen für den Greis, als er am Ende der Tafel ſtehen blieb.
Wie kommt es, begann der Graf mit ſcheinbarem Unwillen, daß ihr Cuchunterſtanden, vor meinem Schloße Scheltworte hören zu laſſen?—
Ich that dies, weil ich gereitzt wurde! lautete die kurze Antwort.
Ihr ſcheint mir unter dem Kleide der Armuth die Landleute zu brandſchatzen!
Ich bettle nicht; erwiederte der Greis, der Him⸗ mel hat mir genug gegeben, um mich reich und wohlha⸗ bend zu nennen. Das ärmliche Gewand deckt meinen Körper in Folge eines Gelübdes, und nicht eher darf ich es ablegen, als bis ich das gefunden, was ich ſuche.
Und was ſucht ihr? fragte der Graf mit lauter Stimme,— darf man es erfahren?
Ihr ſollt es, Herr Graf! verſetzte der Alte, um den ſchimpflichen Verdacht, welchen ihr auf mich geladen, zurück zu nehmen. Ich bin aus den Oberſteiriſchen Ge⸗ birgslanden, wo ich noch vor achtzehn Jahren mit mei⸗


