Teil eines Werkes 
1. Bd. (1848)
Entstehung
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Karoſſen in den Hof zu rollen, doch war ihre Zahl ſehr klein, denn die meiſten der Damen und alten Herren bedienten ſich noch der Sänften, und die Jün⸗ gern kamen zu Roß.

Die Verſammlung verſprach eine recht zahlreiche zu werden, denn ſchon um die Mittagsſtunde wallte eine Menge von Edelfrauen und Herren durch die Säle und Gemächer; die von Rattmansdorf, Krain⸗ burg, Biſchoflakh die Beſitzer von Asling, Neumarktel, Tauerburg und noch viele Andere hatten ſich eingefunden; Alles prunkte in Sammt und Seide, ſtrotzte von Gold und Silber; da ſah man nur ſchwere Ketten von Gold prangen, Edelgeſtein flunkern, und Federn von den Häuptern weh'n; auf Katzenſtein war ſchon lange ſolche Pracht nicht geſehen worden.

Endlich wurde das Zeichen zum Mahle gegeben und nach Alter, Rang und Sitte geordnet, nahm man die Plätze an den Tafeln ein, und das Feſt begann. Pfeifen, Cimbeln und Trometen verkündeten von den Gallerien herab deſſen Anfang, ertönten dann fort in erheiternden Weiſen, und ſo oft ein Trinkſpruch aus⸗ gebracht ward, fielen ſie vom Pauckenwirbel unterſtützt in ſchmetternde Fanfaren ein, und übertönten laut den Jubel der frohen Verſammlung.

Das war ein Leben in den drei Stockwerken des Katzenſteins, faſt wie in einem großen Bienenkorbe,