197 Und welches iſt dieſes? fragte Katzianer neu⸗ gierig. Franz von Naßenfuß theilte ihm nun ſeinen Plan mit, und der Graf gab ſeinen Beifall.
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Für den folgenden Tag wurde auf Katzenſtein zur Feier der Wiedergeneſung des jungen Grafen ein großes Feſt angeſagt, wozu Alles, was herbeiſtrömen konnte, geladen war. Eine Reihe der Gemächer des Erdgeſchoſſes ſollte die Dienerſchaft aufnehmen, im zweiten Stockwercke war eine noch größere Anzahl für die Landleute beſtimmt, und über dieſe befand ſich ein langer Saal in dem die Edelſten tafeln ſollten⸗
Alles was an Pracht aufgebothen werden konnte, mußte zur Verſchönerung des Feſtes beitragen. Trotz der winterlichen Jahreszeit durchfluthete eine angenehme Wärme Säle und Gemächer, deren Wände mit bunten Teppichen behangen, mit künſtlichen Blumen verziert, einen erheiternden Anblick gewährten.
Die Tafeln ſelbſt prangten, von Gold⸗ und Sil⸗ bergeſchirren ſtrotzend, mit Bechern und Pokalen be⸗ laſtet, in welchen bald das edle Rebenblut perlen, und zur Geſundheit der gräflichen Familie getrunken werden ſollte. Schon am Vormittage begannen ſchwerfällige


