Teil eines Werkes 
1. Bd. (1848)
Entstehung
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trügeriſcher Scenen, welche durch dieſe Verkleidung entſtanden ſein konnten, und welche die Ehre ſeiner Familie, und ſeines Hauſes auf eine ſchändliche Weiſe brandmarkte. Herr von Naßenfuß! rief er, Ihr habt mit Eueren Worten meine Seele ſchaudern ge⸗ macht; wenn es ſo wäre, wie Ihr geſprochen, wenn der Elende die Maske benützt hätte, meine einzige Tochter zu bethören

Vergebt, Herr Graf! daß ich Euch unterbreche; doch bisher glaube ich noch nicht, daß es geſchehen ſei. Ich kam aber vielleicht gerade recht, die Unthat zu verhüthen.

Der Elende muß entlarvt werden! Ich will Maßregeln ergreifen rief der Graf und findet ſich's beſtätigt, dann ſoll er's ſchwer büßen!

Und wenn es ſich nicht beſtätiget? fragte der an⸗ gebliche Arzt wenn ich mich, was doch menſchlich iſt, getäuſcht haben ſollte, dann Herr Graf, habt Ihr ein armes, hilfloſes Fräulein vergebens einer Schmach Preis gegeben, und ich müßte mir deßhalb Vorwürfe machen; das mag ich nimmer auf meinem Gewiſſen haben. Drum erlaubt mir, Herr Graf, eine kleine Liſt vorzuſchlagen, ein ganz unſchuldiges Mittel, daß ſich der muthmaßliche Verbrecher, wenn er es wirklich iſt, ſelbſt verrathe, und wir ihn dann nur angreifen

dürfen.