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Ja, von demſelben! Und ich muß Euch in dieſer Verkleidung treffen? Die Urſache deſſen, Herr Graf, ſollt Ihr gleich vernehmen. Ich verfolge einen entflohenen Jüngling, der von uns als Waiſe aufgenommen, auf unſerem Schloſſe erzogen, zum Dank dafür ſich an einem Mädchen! ſchwer verging, und deshalb die Flucht er⸗ griff; und was werdet Ihr nun ſagen? Herr Graf! wenn ich Euch geſtehe, daß ich den Ehrvergeſſenen hier in Euerem Schloſſe gefunden zu haben glaube?
Im meinem Schloſſe? rief Katzianer mit furchtbarer Stimme.
Noch habe ich keine Gewißheit, jedoch vermuthe ich—
Undz wer ſoll es ſein? Iſt es einer der Diener? dann—
Nein, Herr Grafl der Liſtige hat ſich viel beſſer zu ſchützen gewußt, wozu ihm ſeine Jugend ſehr zu Statten kam. Er, den ich ſuche, iſt das verkleidete Fräulein, Maria von Ottmitſch!
Der Graf prallte zurück. Mit finſteren, durch⸗ vohrenden Blicken ſah er auf den Arzt, denn er glaubte kaum, daß dieſe Worte deſſen Ernſt ſeien; allein des Anderen offene Miene beſtätigten ſie nur zu ſehr. Als kaum die Möglichkeit an dieſe Wahrheit Raum in ſeiner Seele gefaßt hatte, entrollte ſich auch ſchon eine Folge
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