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dazu auserſehen— rief er, ſeinen Grimm in Klagen ergießend— das ſchuldloſe Opfer eines Elenden zu werden? Soll denn kein Zufluchtsort vor ſeinem dro⸗ henden Arm ſicher genug ſein? Er will mich zwingen, ihm zum Beſitze des Fräuleins zu verhelfen? ich ſoll die ſtürzen, welche ſich mir als eine liebende Schweſter genähert, ich ſoll Wohlthaten mit Verrath entgelten? Wie eine zweite Mutter hat mich die Gräfinn in den Schoos ihrer Familie aufgenommen, und nun ſoll ich der Erſte ſein, die Brandfackel in die Gefilde ihrer Ruhe zu ſchleu⸗ dern?— Nie und nimmermehr! Ich will ihm ent⸗ gegen treten, will mich ſtemmen gegen den Andrang der Bosheit, und ehe ich ſolche Schmach auf mein Haupt lade, eher will ich untergehen!
Dieſer Gedanke ſchien ihn zu erheben, es begann in ſeiner Seele immer ruhiger zu werden, die Gefühle ebneten ſich, wie Meereswogen beim Nachlaſſen eines Sturmes; die Sonne des Geiſtes trat, ihre Räume immer mehr erleuchtend, hervor; er ſpähte nach einem Anker, um ſich feſt zu klammern und an's Ufer zu ziehen; er faßte Pläne und verwarf ſie wieder, er wollte Hemma ſchützen, und wenn es auch mit ſeiner eigenen Gefahr geſchehen müßte. Aber wie ſollte er es bewirken, am ſicherſten, am ſchnellſten und kräftigſten? Wie ein Blitz durchfuhr es ſein Hirn— der Entſchluß war ge⸗ faßt. Er nahm die brennende Kerze vom Tiſche, ver⸗


