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So morde mich, Schurke! rief der Jüngling ver⸗ zweiflungsvoll aufſpringend;— warum verfolgſt du mich? Soll die Furcht, vor deinem Anblicke erzittern zu müſſen, mich nie verlaſſen? Ich kenne dich nicht, ich ſah dich nie, und doch haſt du mein Verderben be⸗ ſchloſſen? das kann nur ein Räuber, ein elender Mör⸗ der; hier haſt du meine Bruſt, ſtoße dein Eiſen in das unbewahrte Herz, und vernichte mich mit Einem Male, ohne mich jahrelangen Qualen Preis zu geben!
Dein Untergang war von mir beſchloſſen und feſtgeſetzt, und nur Eines vermag dich zu retten. Ich liedbe Hemma, und du verhilfſt mir zu ihrem Be⸗ ſitze. Gelingt dir dieß, ſo werde ich ablaſſen, dich zu verfolgen, und du wirſt nie erfahren, wer ich geweſen. Unſere Wege werden ſo geſchieden ſein, wie ſie es ehedem waren. In meiner Macht iſt es, dich aus dem Schloße zu bringen, und thuſt du nicht nach meinen Wünſchen, ſo wird das Unabänderliche nicht ausbleiben, und du entgehſt meinem rächenden Arme nicht! Morgen Nacht werde ich kommen, deinen Ent⸗ ſchluß zu vernehmen!
Er verließ das Gemach. Siegfried warf ſich nach ſeiner Entfernung in einen Stuhl und ballte verzweiflungsvoll die Hand; ohnmächtige Wuth, daß er wehrlos dem Willen eines ſolchen Menſchen fröhnen ſolle, bemeiſterte ſich ſeiner. So bin ich denn wirklich


