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zur Gräfinn, ſie von dem Vorfall in Kenntniß zu ſetzen; es wird ſie freuen, ihre Gaſtfreundſchaft an Perſonen vergeudet zu haben, welche die Ehre ihres auf ſolche Weiſe zu ſchätzen wiſſen.
Der entſchloſſene Ton Marien's, die Beſtimmt⸗ heit, mit welcher ſie ihm entgegnete, die Gleichgültigkeit, mit der ſie ſeine Anſpielungen hörte, und hauptſächlich die Drohung, welche ihn augenblicklich aus dem Schloße gebracht hätte, wenn Maria die Anklägerinn gewor⸗ den wäre, bewogen ihn faſt zu dem Entſchluße, ſeinen Angriff zu ändern.
Fräulein! bat er— vergebt mir; ich ſehe es ein, ich habe mich in Euch getäuſcht. Ihr ſeid nicht die Perſon, die ich ſuche, und deren Aehnlichkeit mit Euch ſo groß iſt, daß ich Euch, wenn auch nicht für eine und dieſelbe Perſon, ſo mindeſtens für Geſchwiſter halten muß. Habt Ihr keinen Bruder?
Dieſe Worte waren mit ſolch überzeugendem Tone geſprochen, daß Maria die liſtige Falle nicht merkte, und die Frage kurz verneinte.
Sonderbar,— fuhr der Arzt fort— und doch kann ich Euch nur Glück wünſchen, daß Ihr mit dem Ge⸗ ſuchten in keiner Verwandtſchaft ſteht. Er iſt zwar noch jung an Jahren, aber doch ſchon mit einem Be⸗ wußtſein belaſtet, welches ich nimmer das meine nennen möchte. Nicht Verbrechen hat er geübt, nein, ſein Ver⸗ 16


