Teil eines Werkes 
1. Bd. (1848)
Entstehung
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hätte, wenn ihr kein warnender Engel an der Seite ge⸗ ſtanden wäre. Sie ließ daher in Gegenwart der Mut⸗ ter Aeuß erungen von der langen Anweſenheit des Arz⸗ tes auf dem Schloſſe fallen, da ohnedieß der Bruder ſo viel als geneſen ſei, und die Gegenwart des Fremden einigen Zwang in die gewöhnliche Lebensweiſe der Fa⸗ milie gebracht habe.

Bei der Gräfin waren dieſe Worte in keinen un⸗ fruchtbaren Boden gefallen, und ſie benützte die erſte Gelegenheit hiezu, den Fremden ihre Wünſche zu erken⸗ nen zu geben. Dieſer Schlag kam aus heiterem Himmel; Er ſollte das Schloß verlaßen, ehe er ſeine Abſichten er⸗ reicht? dies war Etwas, was ihm ſelbſt nicht im Ge⸗ danken beikam. Er that daher, als verſtände er die Grä⸗ fin nicht, beſchloß noch einige Tage zu verweilen, dieſe Friſt aber beſtens zu benützen. Auffallend war es ihm jedoch, daß dieſer Wunſch von der Gräfin ausging, bei welcher er es hauptſächlich darauf angelegt hatte, ſich ihrer Gunſt zu verſichern, was ihm auch ſeiner Meinung nach vollkommen gelungen war; und nun dieſe plötz⸗ liche, unvorhergeahnte Willensänderung? es mußte auf die ſchwache Frau von Außen eingewirkt worden ſein! Von HemmaundFriedrich gewiß nicht, denn Erſtere war ihm mit beſonderer Freundlichkeit begegnet, und Letzterer that mindeſtens ſo, als ob er ihm ſeine Gene⸗