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es vermocht, die Flamme hervorbrechen zu laſſen, wäh⸗ rend ſie jetzt noch erſtickt werden konnte.
Maria ſah es ein, daß Hemma alle Kraft wer⸗ de aufbiethen müſſen, um ihre Gefühle dem Fremden weder durch Worte noch durch Handlungen zu verta⸗ then. Hemma, welche ſich die Angſt der Freundin nicht zu deuten wußte, ſchüttelte ungläubig das Köpf⸗ chen: Sollte es möglich ſein, ſollte ich mich wirklich be⸗ trogen haben? Wer hätte ſo viel Böſes in dieſem Men⸗ ſchen geſucht? Ach, Maria! daß ich dir nur geſtehe: ich hab' mir oft gedacht, wenn ich je ſo krank würde, wie es nun Friedrichiſt, müßte er allein mich heilen, ich könnte nur in ihn das Vertrauen ſetzen, daß er mich wieder geneſen mache.
Laß es ſinken, Hemmal bat die Freundin, ſin⸗ ken ſo lange es noch möglich iſt. Hüte dich, ſeinen Bli⸗ cken dein Inneres aufzudecken, er darf es nie ahnen wie du denkſt, wie du fühlſt; Hemma! wenn du die Gefahr ſo mit einem Blicke überſehen könnteſt, gewiß! du würdeſt deine Mutter bitten, ihn ſo bald als mög⸗ lich aus dem Schloße zu entfernen.
Das Fräulein ſah ſie mit einem trauernden Blicke an und ſprach: Ich will dir glauben und folgen; du haſt Recht! er muß fort von hier, der Bruder iſt be⸗ reits auf dem Wege der Geneſung, der Arzt ſoll ſeinen Lohn empfangen und das Schloß verlaſſen. Ich habe


