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klemmung hat mein Inneres ergriffen, daß es mich ſchmerzt und ich doch die wunde Stelle nicht auffinden kann; der Schlaf flieht mein Lager, und wenn er ja auf Stunden bei mir einkehrt, ſo umgaukeln mich meine Traumbilder, in welcher immer und ewig nur Eine Geſtalt im Vordergrund ſteht, nur Eine den erſten Platz behauptet—
Und wer iſt dieſe? fragte Maria beklommen.
Da ſenkte Hemma das Auge, ein leiſer Seufzer wehte zwiſchen ihren Lippen hervor, ſie legte das Haupt an Marien's Herz, und während ſie zu den tiefblauen Augen der Freundinn, wie zu einem Himmel aufſah, von dem ſie eine Erleichterung hoffe, lispelte ſie ver⸗ ſchämt:„Der fremde Arzt!“
Jetzt fiel es wie Schuppen von Marien's Augen: Hemma liebte den Fremden, ihren Verfolger. Hei⸗ liger Himmel! rief ſie erſchrocken— haſt du ſchon mit ihm geſprochen?
In Gegenwart der Mutter, ſonſt nie; aber wie kömmſt du zu dieſer Frage, Maria?
Hemma! entgegnete die Freundinn raſch— wenn dir das Glück deines Lebens lieb iſt, ſo vermeide es ja, mit dieſem Menſchen allein zu ſein. Verbanne jeden Gedanken an ihn, bezwinge dich, ihn als ein Weſen zu betrachten, welches dich, ahnt es nur im Entfernteſten, was in dir vorgeht, für immer in einen Abgrund reißen


