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Seite nieder. Nun, meine theure Freundinn! begann ſie— laß uns einige Augenblicke zuſammen plaudern;
mich flieht der Schlaf und böſe Träume quälen mich.
Du biſt aber ſo ſtille, ſo verſchloſſen? Warum dieß gegen mich, von der du überzeugt biſt, daß ich es ſo aufrichtig mit dir meine?
Fräulein!— ſtotterte Maria—
Fräulein! und immer Fräulein! rief Hemma unwirſch; laß' doch die Poſſen und nenne mich du, ſo wie ich dich; ſo lange die kalten Redensarten eine Scheidewand zwiſchen unſeren Herzen bilden, ſo lange vermag ich nicht ſo recht von ganzer Seele mit dir zu ſprechen. Maria!— ſetzte ſie innig hinzu und ſchlug ihre Rechte um den Nacken der Kroatinn— komm an das Herz deiner Hemma, deiner Freun⸗ dinn; laß uns einen Bund ſchließen, nie von einander zu laſſen, nie, ſo lange wir denken, ſo lange wir fühlen!—
Marien wurde es bei dieſen Vertraulichkeiten des Fräuleins heiß, ſie fühlte das ungeſtümme Pochen des Mädchenherzens, das Glühen von Hemma's Wangen; ein leiſes Beben durchfröſtelte ihre Glieder, ſie wollte ſich der gefährlichen Umarmung entwinden und vermochte es nicht, ſie ſtrebte zu ſprechen und brachte nur einzelne Laute hervor. Warum bebſt du,
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