Teil eines Werkes 
1. Bd. (1848)
Entstehung
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ſeid? Ich habe Euch gemieden, es iſt wahr; ich habe das Alleinſein mit Euch gefürchtet, und gewiß, die jetzigen Augenblicke, wenn es wirklich nur ein Zufall war, der ſie herbeigeführt, ich werde ihn nur ver⸗ dammen können—

Welch' einen entwürdigenden Verdacht!— rief Friedrich gekränkt;— Maria! ich ſchwöre es Euch, weder Hemma noch ich, hatten es in der Ab⸗ ſicht, Euch hieher zu locken! Verlaßt mich— beſſer: wir reden nie mehr mit einander, als daß Ihr mir ſo Schimpfliches zumuthet!— Ein inneres Gefühl ſagte es Marien, daß ſie ihren Verdacht, den ſie hätte verſchweigen ſollen, auf eine etwas unweibliche Weiſe ausgeſprochen habe. Der Edelmuth des jungen Grafen und die wahre Achtung, welche er für ſie empfand, rührten ſie daher um ſo mehr und ſie em⸗ pfand das innigſte Mitleiden mit ſeinem Zuſtande.

Vergebt mir meine Worte— bat ſie— ich bin nicht gewohnt, ſie zu einer ſchönen Rede zu formen; aber wenn auch manchmal hart, ſo ſind ſie doch ohne Falſch. D'rum bitte ich Euch bei Allem, was Euch lieb und theuer iſt! betrachtet mich als kein gewöhn⸗ liches Mädchen; ich vermag nicht zu empfinden, ich vermag nicht zu fühlen, mir hat die Natur ein weiches Gemüth verſagt, in meinem Buſen ſchlägt ein männlich Herz. O, gewiß, Herr Graf! Ihr irrt Euch in dem