Teil eines Werkes 
1. Bd. (1848)
Entstehung
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„Nur einige Augenblicke harre hier, meine liebe Ma⸗ ria, ich werde alſogleich zurück ſein!“ Mit dieſen Worten floh Hemma fort, und ehe das Kroatenmädchen ſich noch faſſen konnte, ehe ſie das Unſchickliche ihres Auf⸗ enthaltes recht einſah, war Hemma ſchon längſt aus dem Gemache. Marig erhob ſich verlegen, als Fried⸗ rich, dieſe zwar höchſt erwünſchte, aber wirklich zu⸗ fällige Gelegenheit nicht unbenützt verſtreichen laſſen wollte und ihre Hand ergriff. Maria! begann er raſch — nur einige Augenblicke verweilt, ich muß mit Euch allein ſprechen, noch war mir bisher hiezu keine Gelegen⸗ heit günſtig, aber nun kann ich es nimmer länger be⸗ wahren—

Herr Graf!— flehte Maria, ihre Hand ver⸗ legen aus der ſeinen ziehend— erlaubt mir, daß ich Euch verlaſſe—

Nur einen Augenblick, mein Fräulein!— bat Friedrich— und dann mögt Ihr fort, ich werde Euch nimmer läſtig fallen! O, geſteht es mir, habe ich Euch wehe gethan, oder gar beleidigt, daß Ihr mir bisher ausweicht und mich gemieden habt, wie Einen, deſſen Nähe verpeſtend iſt? Warum haßt Ihr mich?

Herr Graf! entgegnete Maria— Ihr thut mir Unrecht! Weßwegen ſollte ich Euch haſſen, der Ihr mir nie Leides zugefügt, mir ſtets ſo zart begegnet