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Herz, und Maria, welche den größten Theil der Zeit hindurch um ſie war, und ſie am Genaueſten be⸗ obachten konnte, da Hemma der Vertrauten gegen⸗ über, frei und offen blieb, erfuhr dieß zuerſt.
Sie kam mit dem Fräulein eben aus dem Gemache der Gräfinn und wollte ſich in das ihre begeben, als der Diener Friedrichs erſchien, und die Schweſter auf einige Augenblicke zum jungen Grafen zu kommen erſuchte. Maria wollte hierauf Hemma verlaſſen, allein dieſe bat, ſie zu begleiten, da der Bruder wahr⸗ ſcheinlich nur ein unbedeutendes Anliegen habe, welches ſie nicht lange in Anſpruch nehmen würde, und ſie dann mit Marien noch ein Stündchen zu verplaudern gedenke. Dieſe willigte nach einigen Weigern ein, und ſo kamen Beide zu dem Kranken.
Friedrich ſaß in einem großen Lehnſtuhl; eine Lampe erleuchtete nur ſpärlich das Gemach und ver⸗ breitete jenes Halbdunkel, das zu vertraulichen Mit⸗ theilungen ſo geeignet iſt. Freundlich wies er den beiden Mädchen Sitze an, und begann, ohne Marien ins Geſpräch zu ziehen, mit der Schweſter über Vorberei⸗ tungen zu ſeiner Reiſe zu ſprechen. Maria nahm an der Verhandlung nicht den geringſten Antheil, ſie blieb ſtumm und in ſich gekehrt.
Plötzlich erſcholl des alten Balthaſars Stimme, welche nach dem Fräulein rief. Sie erhob ſich raſch.
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