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Kranken ſaß, war der weniger gefühlvolle und härtere Gatte beſchäftige, die kleine Hinterſtube für die verſpro⸗ chenen Gäſte in beſten Stand zu ſetzen, wobei ihm der erhaltene Korb nicht wenig zu Statten kam; denn er fand in demſelben nicht nur Lebensmittel, ſondern auch einige unentbehrliche Geräthſchaften, Decken und andere Eegenſtände, von denen ſonſt in ſeiner armen Hütte keine Spur zu finden war.
Auf dieſe Weiſe nahte die erſte Stunde nach Mit⸗ ternacht heran, doch die verſprochenen Gäſte hatten ſich noch nicht eingefunden. Die Eheleute begannen ſchon an deren Kommen zu zweifeln, und meinten, die Frem⸗ den wären des Regenwetters halber bemüßiget geweſen, ein anderes, näher gelegeneres Obdach zu ſuchen, oder ſie hätten in der Finſterniß die Hütte nicht gefunden, und wären deshalb in einer andern eingekehrt, als plötzlich ihr Zwiegeſpräch durch ein leiſes Klopfen am Fenſter geſtört wurde.
Sie ſind es dennoch! ſprach Valentin zu Brigitten, und eilte hinaus, um ſich von der Rich⸗ tigkeit ſeiner Vermuthung zu überzeugen. Vor der Haus⸗ thüre angelangt, gewahrte er wirklich zwei Männer, deren Einer ſich ihm ſogleich näherte und ihn anſprach: Iſt Euer Name Valentin Dotich?— Ja, ſo heiß ich, verſetzte der Gefragte— und wenn Ihr die


