Donner rollte furchtbarer als je. Valentin und Brigitte fuhren geblendet und erſchrocken zuſammen. Als ſie wieder auf die Stelle blickten, wo die Alte ge⸗ ſtanden, war ſie ſpurlos verſchwunden!
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Nach der Entfernung der Räthſelhaften hatte fich ſonderbarer Weiſe auch der Sturm gelegt, immer ſel⸗ tener wurde der Donner hörbar, in immer größeren Zwiſchenräumen ward das Wetterleuchten geſehen, und ehe eine halbe Stunde verfloſſen, war es auch draußen vollkommen ruhig geworden; aber die Folgen des Ge⸗ witters blieben nicht aus, denn anfangs langſam, dann aver ſchneller, in immer größeren Tropfen, fiel der Regen herab, und das einförmize Plätſchern desſelben drang bald in die Stube⸗
Auf eine ſehr übereinſtimmende Weiſe mit dem Wetter draußen, fand auch bei Mutter Brigitten ein Thränenerguß Statt, der eben ſo wohlthätig auf ihr weiches Gemüth wirkte, als er ihr Vertrauen erhob, und ſie begann in der Alten ſtatt der böſen Zauberinn eine wohlthätige Fee zu ſehen, die von dem Himmel geſendet war, um ihr Kind zu heilen, und ſie und ihren Gatten aus dringender Noth zu befreien. Während ſie alſo dankerfüllt am Lager der nun eingeſchlummerten


