unglückliche Vater der Siechen, war in dumpfes Schweigen verſunken, ſtierte düſter auf den Brodlaib und den Waſſerkrug auf dem Tiſche, die ſchon ſeit einigen Tagen der Familie einzige Nahrung aus⸗ machten.
Roſina! Roſina! mein einzig Kind! jam⸗ merte das Weib— o verlaß mich, verlaß deine Mutter nicht; heiliger Gott!— ſchrie ſie jetzt plötzlich auf, als ſich ein ſchwerer Odemzug aus dem Herzen der Jungfrau rang— heiliger Gott! ſie ſtirbt!—
Der Vater ſprang empor und eilte an die Seite des Weibes; die Augen der Kranken waren geſchloſſen, Todesbläße überhauchte das Antlitz, die Lippen hatten ſich wie zu einem ſanften Lächeln verzogen, nur ein leiſes Klopfen des Herzens verrieth noch Leben.— So laß das Heulen und Klagen, Brigitta!— ſprach der Mann etwas unwirſch,— es frommt zu nichts, und taugt zu nichts! Wenn der Himmel hätte helfen wollen, hätte er es ſchon längſt thun können, aber er ſcheint uns arme Landleute vergeſſen zu haben; liegt doch das Mädel ſchon Wochen lang ſiech darnieder, unſere Wirth⸗ ſchaft iſt ſeither zurückgegangen, und während der ganzen Friſt iſt uns noch kein Funke von Hoffnung geworden; wer ſich ſelbſt nicht hilft— ſetzte er verzweiflungsvoll hinzu— dem wird auch nicht geholfen, und ich, bei allen Teufeln! ich will mir helfen!—


