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Randhof ihm die Geſchichte ſeines traurigen, abwärts führenden Lebensweges erzählt hatte, und der Nacht, wo die Ahnungen des zu Tode Ermüdeten in ſo ſelt⸗ ſamer Weiſe in Erfüllung gegangen waren. Es hatte ihn ſchon am Grabe, das man dem Entſeelten am nächſten Morgen grub, ein tiefer Schmerz beſchlichen, als ob er mehr verloren hätte mit dem geſchiedenen Kameraden, den er ja doch nur wenige 2 Bochen gekannt. Jetzt, nachdem er deſſen Abſchiedsworte durchleſen, em⸗ pfand er, daß auch er ſich zu dem Todten inniger hin⸗ gezogen gefühlt und daß derſelbe ihm unter anderen Umſtänden, in einer minder gebrochenen Lebensperiode zum Freunde hätte werden können. Was ſie ſchied, war das eigene bedrückende Gefühl Randhoß's von ſeiner Verlorenheit geweſen.
Mijnheer Déluzet erbat ſich nun auf das Höflichſte, der Form wegen, wie er hinzufügte, eine Legitimation der Indentität des anweſenden mit jenem als Teſta⸗ ments⸗Vollſtrecker genannten Paul von Albot, und nach⸗ dem dieſer Forderung Genüge geleiſtet war, ſchritten Déluzet und Compagnie zur Eröffnung der geſetzlich deponirten Verfügungen des Erblaſſers. Alles zeigte ſich ganz in Ordnung und wie Randhof es Paul ſchon früher mitgetheilt. Die Nachweiſe über die Identität des Freiherrn Franz Wilhelm Heinrich Randhof zu


