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Randhof und Giebichsheim, eine beglaubigte Abſchrift der die allodiale Erbfolge betreffenden Familien⸗Beſtim⸗ mungen, die Adoptions⸗Urkunde und die notarielle wie ärztliche Beſtätigung der vollen Zurechnungsfähigkeit des Erblaſſers lagen, wie der Advocat verſicherte, in der unanfechtbarſten geſetzlichen Form dem Teſta⸗ mente bei.—
Bevor Mijnheer Déluzet jedoch die einzelnen Schrift⸗ ſtücke zur Verleſung brachte, forderte er Paul noch auf, die ihm perſönlich zugewieſenen Andenken an ſich zu nehmen. Er öffnete das Schächtelchen, in welchem ſie aufbewahrt geweſen, und übergab Ring und Me⸗ daillon. 3 Es war ein Ausruf höchſter Verwunderung, der ſich Paul's Bruſt entrang, als er des Ringes anſichtig wurde. Ein einfacher Reif mit drei ſeltſam geſtellten Steinen— die in ihren Farben: roth, blau und milch⸗ weiß, wahrſcheinlich an das Wappen der Freiherren von Randhof erinnerten— trug auf der Innenſeite in deutlicher Gravirung den Namen„Friederike.“
Paul faßte haſtig nach dem nicht ſonderlich koſt⸗ baren Schmuckſtücke. Wie war ihm doch? Ganz den⸗ ſelben Ring hatte er ja an einer Hand geſehen, die er unzählige Male geküßt, ganz einen ähnlichen Ring hatte er ja ſelbſt beim Juwelier ſchon zu ſeinem Trauringe


