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Déluzet empfing Paul mit großer Würde, zugleich aber mit einem Aufgebote von Artigkeit, die er ſicherlich nicht dem Soldatenrocke, ſondern nur dem einträglichen Clienten erwies, der von Paul repräſentirt wurde. Er verſtieg ſich ſogar zu einem Ausdrucke ſeines Bedauerns über die Erkrankung des Letzteren, die eine frühere Erledigung der fraglichen Sache verhindert habe, und ſprach ſeine Hoffnung aus, daß ſich der Herr Sergeant fernerhin der beſten Geſundheit zu erfreuen haben möge. Endlich händigte er Paul, nicht ohne Feierlichkeit und im Beiſein des Compagnons, ein kleines an ihn adreſ⸗ ſirtes Packet ein. Es enthielt, wie Paul ſchon voraus⸗ geſetzt, ein Schreiben Randhof's, das ihn zum Teſta⸗ ments⸗Vollſtrecker ernannte und mit folgenden Zeilen ſchloß:
„Für die Mühe, die Herrn Paul von Albot aus dieſer Angelegenheit erwächſt, wage ich es nicht, dem⸗ ſelben eine Belohnung anzubieten, aber er möge den hier beigelegten Ring zum Andenken tragen an einen Mann, der ſich unter anderen Verhältniſſen gerne ſeinen Freund genannt hätte. Das Medaillon hingegen bitte ich ihn ebenfalls ſo lange zu bewahren, bis es gelungen, meine Tochter aufzufinden, der es dann zur Erinnerung an ihren Vater eingehändigt werden mag.“ Erſchüttert gedachte Paul jenes Tages, an welchem


