Teil eines Werkes 
[2.] (1873)
Entstehung
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Druck ihrer Hand verrieth eine Empfindung; als ſich aber die Thüre ſchloß, da fuhr ſie heftig empor, als müßte ſie den Verlorenen zurückhalten. Weit ſtreckte ſie ihre Arme aus, bald aber fielen ſie matt herab, wie gebrochen, und ſtöhnend ſank das ſchöne Weib in die Kiſſen zurück.

Es war vorbei!

Längere Zeit verging, ehe ſie ſich mit Gewalt aufzuraffen vermochte. Dann aber ſtrich ſie ſich lang⸗ ſam über Stirne und Haare, trat an den Schreibtiſch und warf haſtig, als könne ſie damit eine glühende Sorge von ihrer Seele ſtreifen, die Worte auf's Papier:

Du haſt das Rechte erwählt, Hermann. Ich er⸗ kenne es jetzt. Verzeihe mir, daß ich Dich Deiner Pflicht entfremden wollte ich trage die Strafe mei⸗ ner Schuld. Auch ſie hat mir ja vergeben. Und lebe wohl für immer!

Sie adreſſirte das Billet noch, obwohl ihr die Hahſiaden vor den Augen ſchwammen, und ſchleppte ſich mühſelig bis zum Glockenzug; ehe ſie aber noch ſchellte, n der Diener mit beſtürzter Miene ein und übergab Nothfelder's Karte.

Paula war nicht in der Stimmung, Beſuch zu empfangen, zudem erinnerte ſie ſich ja momentan nicht