Teil eines Werkes 
[2.] (1873)
Entstehung
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Jetzt war es mit der Ruhe und Zuverſicht in Hanne's Seele wieder vorbei. Die wachſende Angſt ſchnürte ihr die Kehle zu; was ſollte da wohl noch kommen?

Ja natürlich das wird wohl ſein, ſtot⸗ terte ſie, und auf ihrem Antlitz malte ſich ſo deutlich das Bangen, daß auch das Mitleid in Paula wieder rege wurde.

Sie werden auch begreifen, fuhr ſie daher weit milder fort,daß manche Hoffnung, die ſich an die jetzi gen widernatürlichen Verhältniſſe und deren beſchränkte Verbeſſerung knüpft, geopfert werden muß, wenn eine ſolche Umwälzung im Leben eintritt. Einen Moment hielt Paula aus, aber die Folterqualen, die ſich in Hanne's Zügen verriethen, erſchienen ihr zu grauſam, als daß ſie nicht geſucht hätte, wenigſtens ſo raſch als möglich zu Ende zu kommen.An die Großmuth Ihres Herzens richtet ſich mein Wort, erklärte ſie daher wei⸗ ter.Einem großmüthigen Herzen fällt ja das ſchwerſte Opfer leicht, wenn es allein dadurch das Glück für den geliebten Mann zu erringen vermag. Sehen Sie, Hermann hat ſich unbedacht gefeſſelt, er hat damit auf eine glänzende Zukunft Verzicht geleiſtet. Jetzt öffnen ſich die Thore ihm wieder; die Stufen die ihn empor⸗