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kann's nicht ſein, und wenn er mir ſelbſt ſein Vertrauen nicht ſchenkte, will ich mich auch nicht hinter ſeinem Rücken in daſſelbe ſchleichen. Gewiß hat er ſeine Gründe zum Schweigen.“
Was lag in dieſen wenigen Worten für ein Vor⸗ wurf, der Paula in's Herz traf! Dieſe einfache und doch erhabene Größe des Zutrauens und der Hingebung, wie ſchroff und beſchämend ſtand ſie dem häßlichen Zweifel gegenüber, der einſt nur zu leicht Eingang in Paula's Herz gefunden! Wie klein und eigennützig erſchien da jedes Gefühl neben dieſer edlen Herzensein⸗ falt! Paula fühlte etwas wie Unwillen über ſich ſelbſt rege werden in ihrer Bruſt, und dieſe Empfindung machte ſie ungeduldig, faſt unmuthig gegen die Neben⸗ buhlerin, von der ſie abſichtlos vor dem verborgen Horchenden gedemüthigt wurde.
„Nun denn, wie Sie wollen“, entgegnete ſie raſch und mit einem herben Anklang.„Nach all' dem aber werden Sie begreifen“, ſetzte ſie mit weniger Schonung als bisher hinzu,„daß eine große Veränderung vor ſich geben muß, wenn ich Ihnen ſage, daß der Tag gekommen iſt, wo er wieder ungeſcheut hervortreten und ſeine Rechte gegenüber der Welt in Anſpruch nehmen darf.“


