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Kaum war Riedhelm in's nächſte Zimmer ge⸗ treten, als ſich die Thüre öffnete und Hanne mit Fritz ſcheu eintraten; Beide blieben ſchon nach dem erſten Schritte ſtehen und ſuchten in dem allmälig faſt ganz dunkel gewordenen Raum nach Riedhelm. Hanne fühlte ſich überraſcht, ihn nicht zu ſehen, und doch war es ihr gewiſſermaßen wieder recht. Nur begriff ſie nicht, daß er ihnen, wenn er das Haus ſchon verlaſſen hatte, nicht begegnet ſein ſollte. Sie behielt nicht lange Zeit zum Nachgrübeln.
„Sind Sie Frau Riedhelm das heißt Frau Ried?“ fragte Paula ſich corrigirend in möglichſt ruhigem Tone, indem ſie einige Schritte auf die junge Frau zutrat und dabei vergeblich ihre Züge zu erkennen ſuchte.
„Mutter, das iſt die fremde große Frau“, jam⸗ merte Fritz leiſe zu gleicher Zeit und griff noch kräftiger in die Rockfalte, an der er ſich remorquiren ließ.
„Sei nur ſtille, Fritz, und fürchte Dich nicht“, flüſterte Hanne raſch ihrem Söhnchen zu, ehe ſie Paula's Frage bejahte.„Sie ließen mich rufen, Frau Gräfin“, fuhr ſie dann fort,„ich weiß nicht, was mir die hohe Ehre verſchafft. Es wird doch meinem Manne nichts zugeſtoßen ſein? Ich glaubte ihn hier zu finden.“


