Teil eines Werkes 
[2.] (1873)
Entstehung
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Er fühlte plötzlich ſein Herz wie von einer mäch⸗ tigen Schraube zuſammengepreßt, und es war ihm, als ſehe er jetzt das Schickſal greifbar nahe an ſich herantreten. Paula faßte ſeine Hand, und die ihrige zitterte in fieberhafter Aufregung.

„Es iſt geſchehen, es mußte ſein, Hermann“, ſagte ſie mit einer Stimme, der ſie Feſtigkeit zu geben ſuchte. „Geh' nun dort in das Nebenzimmer, die Thüre kann ja wie jetzt offen bleiben und Du magſt Alles hören.“

„Mich verbergen? Nein, das wäre unwürdig“, wies er den Vorſchlag raſch von ſich; Paula aber blieb dabei, und fragte ihn, ob er ſeiner Frau hier in dieſer Angelegenheit entgegentreten wolle.

„Laß mich handeln, ich will Alles zu Ende führen. Du ſollſt Dich überzeugen, wie leicht ſie ſich fügt“, ſagte ſie.„Geh' jetzt, geh'“, drängte ſie, da ein Ge⸗ räuſch vor der Thüre hörbar wurde, und Riedhelm ging; er warf ſich ſeine Zaghaftigkeit, ſein Schwanken vor und ging doch, indem er noch bittend das Wort „Schonung!“ flüſterte.

Eine beſchwichtigende Geberde war die Antwort, innerlich aber ſagte ſich Paula:

„Es muß ſein. Ich mag ihn nicht noch einmal verlieren!“