Teil eines Werkes 
[2.] (1873)
Entstehung
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Nachdem Hanne die Zuſage erhalten hatte und ſo für ihre Mutter geſorgt war, ſuchte ſie mit be⸗ ſchleunigten Schritten das ſtattliche Eckhaus zu erreichen. Wohl bebte ihr das Herz ein wenig, aber die Zuver⸗ ſicht wich nicht mehr aus demſelben.

Einſtweilen hatte ſich die peinliche Scene zwiſchen Graf Thunau und Hermann abgeſpielt und in eigen⸗ thümlich befangener Stimmung nahm dieſer den Platz ein, den ihm Paula an ihrer Seite auf dem Sopha einräumte. Ehe ſie noch zu einer Erörterung der Zu⸗ kunftspläne kamen, trat der Diener wieder ein und meldete— nachdem er ſein ſteigendes Befremden, als er die Beiden beiſammen ſitzen ſah wie alte Vertraute, bezwungen— daß die Frau hier ſei und den Kleinen auch wieder mitgebracht habe.

„Wie? Meine Frau? Verſteh ich recht?“ rief Ried⸗ helm, erſtaunt aufſpringend, doch fiel ihm Paula, in⸗ dem ſie ſich ebenfalls erhob, raſch in's Wort.

„O ſtill! Nur jetzt nicht“, ſagte ſie,„es muß zu einer Auseinanderſetzung kommen!— Bringen Sie Beide hierher“, befahl ſie dann dem Diener, der die Thüre wieder hinter ſich ſchloß.

„Was thateſt Du?“ ſprach Riedhelm im Tone des Vorwurfs.„Das war nicht recht.“