Mühe haben möchteſt“, fiel ſie ein.„Aber Dich meinte ich nicht, Dich habe ich erzogen; Du biſt noch be— ſcheiden und zufrieden mit Wenigem. Haſt Du mir nicht ſelbſt geſagt, Du verzichteſt auf das Seidenkleid, das Dir vor Gott und der Welt eigentlich gebührt, und verlangſt auch nicht zum Bürgerball und zum Bolzſchützenball auf der Schießſtätte, wenn Du nur nächſten Sonntag zur Bürgerunterhaltung vor's Thor kommſt in die Waldmühle?“
„Das haſt Du geſagt, Hanne?“ fragte Riedhelm ernſt.
„Warum ſoll ſie's denn nicht geſagt haben?“ ant— wortete die Alte ſtatt ihrer Tochter, die ſich verlegen tiefer herabbeugte auf ihre Arbeit, als fühle ſie ihres Mannes Blick auf ſich ruhen.—„Ich lüge nicht auf meine alten Tage.“
„Rede Du“, befahl Riedhelm kurz, doch nicht un— freundlich.
„Nun ja, Ried“, antwortete Hanne, ſich Muth faſſend,„s iſt wahr, ich kann's nicht leugnen.“
„So!“ weiter ſagte Riedhelm nichts. Das war aber der Blinden zu wenig, in ihr lag noch viel auf⸗ geſtapelt, das wollte heute heraus.
„So?“ wiederholte ſie,„das klingt nicht beſonders. Kurz abgemacht. Oder geht Ihr?“ ſchloß ſie lauernd'
—Vʒ—ʒÿ—·—Q—Q—/QO—/Q⸗OZOL—-————


