Teil eines Werkes 
4. Bd. (1875)
Entstehung
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leiſeO laſſen Sie mich es ausdeuten... fuhr In⸗ derau, da er keine Antwort bekam, dringender fort, mal und ſeine Stimme, ſo leiſe er ſprach, war weich und

6 volltönend...Laſſen Sie mich errathen, was Ihr Mund mir verſchweigt. Immer und immer wieder hren haben Sie mich in Ihren Fieberträumen gerufen, und

als Sie glaubten, ſterben zu müſſen, da wollten Sie acht mir ſchreiben, was Sie nicht mehr ſagen zu können

ein⸗ befürchteten, Sie wollten es ſelbſt ſchreiben, damit kein Bei⸗ fremdes Auge leſe, was Sie ſo lange vor ſich ſelbſt

verborgen. Der Windhauch wehte einen Funken auf ein Brand hat gewüthet, der Alles einzuäſchern drohte, Glück und Frohſinn, Menſchenglauben und Seelenruhe. Die Lohe wurde gedämpft. Unter der Aſche aber glimmt der Funke weiter, die Jahre können 4 ihn nicht verlöſchen, bis der Windhauch Zufall die Decke hebt und ihn wieder zur vollen Flamme anbläſt,

daß ein verzehrender Brand aufſchlägt, der Alles, was er erfaßt, in Glut und Feuer wandelt. Iſt es nicht ſo? Willſt Du ihm länger wehren?! Sprich es jetzt aus, löſe dieſen ſchmerzlichen Bann, in dem Dich Stolz und Unmuth ſo lange feſtgehalten ſprich es aus, daß Du mir vergeben haſt, ganz und rückhaltslos und mehr als das, Sittah daß Du meine Liebe erwi⸗ derſt!

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