Teil eines Werkes 
4. Bd. (1875)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

y

2

A4j

ſie das Alles ſo lange ertrug. Dann kam die Ver⸗ hängung des Sequeſters über das Majorat man wollte auch Karlsgrün hineinziehen, indem man be⸗ hauptete, nicht Graf Konski, ſondern Alfred ſei Ma⸗ joratserbe, oder eigentlich ſie, ſo lange ſie lebe, und deßhalb müſſe ſie für die Paſſiven haften, was weiß ich, kurz eine Menge Unannehmlichkeiten, Aufregungen; kein Wunder, daß ſie endlich unterlag. Der Keim des Uebels war ja doch ſchon in ihr gelegen.

Und keine Stütze, kein Rathgeber an ihrer Seite!

Nur Ihre Schuld!

Inderau zuckte die Achſeln.

Die meine?... ſagte er im Tone des Zwei⸗ fels, der jede Verantwortlichkeit ablehnte.

Und weſſen ſonſt?... entgegnete die Stifts dame mit ſcheinbar ſtrafendem Ernſt, der allmälig in ein Schmunzeln überging, das mehr aus dem Winkel des Auges als von der Lippe lachte...Könnten Sie nicht ſeit manchem Jahre Sittah's Rathgeber ſein? Haben Sie ſie nicht förmlich in dieſe abſcheuliche Che hineingeſcheucht? Reden Sie nicht. Ich verſtehe Alles. Jugend, Leidenſchaft, wer denkt an die Konſequenzen? Nicht daß ich Ihnen Reprochen machen will. Man muß Nachſicht üben in dieſer charmanten Welt des

Verderbniſſes, enfin on cherche à s'amuser, aber da⸗