Teil eines Werkes 
4. Bd. (1875)
Entstehung
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zweſter

kennte! General Rambach verſicherte mir, Ihr Regi⸗ ment liege in Lemberg. Meinen Sie, ich hätte noch Zeit gehabt, nähere Erkundigungen einzuziehen? Das arme Ding ſprach Tag und Nacht von Ihnen und dann wollte ſie ſchreiben, aber es ging nicht. Ich meinte, ſie ſolle mir diktiren.Dazu iſt noch Zeit, dazu iſt noch Zeit, wenn er nicht kommt, ſagte ſie; na, da ſetzte ich mich denn eiligſt hin und rief Sie. Ach, Sie ſind ein Undankbarer, wie haben wir ge⸗ wartet, wie haben wir die Stunden gezählt! ‚Er kommt nicht! ſagte ſie zuletzt und verlor die Sinne, das war die Kriſis. Seither hat ſie Ihren Namen nicht mehr genannt. Sie hat es Ihnen ſchon übel genom⸗ men, daß Sie ſich in Baden nach dem Todesfall des Grafen ſo ſtreng von ihr fern hielten. Sie ließ auch etwas von einer Braut fallen.

Und doch habe ich ihr ſelbſt verſichert, daß unterbrach Inderau die Mittheilungen...Schon vor ſechs Wochen erhielt ich von meiner Schweſter die Nachricht von der Verlobung jenes Mädchens mit einem Aſſeſſor, den ſie in Baden kennen lernte.

So? nun, das wäſcht Sie ein wenig rein doch gleichviel! Ich glaube, daß der Gedanke an ihr nagte und nicht wenig an der Krankheit mit ſchuld

war, die Erſchütterungen dazu, ich wundere mich, wie 14*

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